20.5 - 4.6.2022: Irritation in vermeintlicher Gewissheit
Fotografische Ansichten
Isabella Berr & Nica Junker

 


Mitgliederbrief März 2022

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Mitglieder des Vereins “ausstellwerk-Huglfing e.V.”!
Allgemein stehen alle Zeichen auf Öffnung und wenn auch die Inzidenz aktuell wieder steigt, hoffen doch die Meisten auf ein wieder normales Leben mit freien sozialen Kontakten und kulturellem Ausstausch.
Unser Verein tritt auch aus der großen Stille der Lockdowns und Kontaktbeschränkungen heraus und bereitet sich auf ein hoffentlich ereignisreiches Jahr vor.
Ich möchte Ihnen kurz vorstellen, war wir uns demnächst vorgenommen haben.
Ende April, möglicherweise am 29.04.2022 werden wir die Lesung mit Herrn Heribert Riesenhuber nachholen, die leider im zurückliegenden Herbst wegen Corona abgesagt wurde. Wir möchten die Lesung im Schmitterhof anbieten, der exakte Termin bedarf aber noch der exakten Absprache mit der Gemeinde Huglfing. Die Räume sind ja doch recht häufig bebucht. Frau Elisabeth Kaiser, die zuletzt eine Ausstellung im Pfarrstadel hatte, wird an diesem Abend ihre Illustrationen zum Buch präsentieren.
Noch in Planung und doch schon terminlich recht konkret ist unsere diesjährige Frühjahrsausstellung. Frau Nica Junker und Frau Isabella Berr, zwei Photographinnen, werden ab dem 20. Mai bis einschließlich 4. Juni 2022 ihre Werke im Lagerschuppen und im Stellwerk zeigen. Interessant finde ich daran, dass beide Künstlerinnen vielleicht neue Werke, die im Bereich des Bahnhofs oder dem Ort Huglfing entstehen könnten, vor haben zu zeigen. Mal sehen, was sich da entwickelt. Selbstredend wird es eine Vernissage und gegen Ende der Ausstellung ein Künstlergespräch geben. Ich freue mich sehr darauf.
Eben in der Ausstellungszeit soll der Entscheid zum Wettbewerb “Unser Dorf soll Zukunft haben” wieder aufgenommen werden. Das ist eine günstige Gelegenheit, Huglfing und uns mit der Ausstellung zu präsentieren. Kulturarbeit vor Ort.
Wir haben uns bei der letzten Versammlung entschieden, wieder in loser Abfolge Vereinstreffen anzubieten. Geselligkeit und die Möglichkeit zum Austausch sollen hierbei im Vordergrund stehen. Termine wurden noch keine festgelegt.
Last but not least können wir auch eine fachkundige Führung von einem Spezialisten für alte Stellwerke der Deutschen Bahn anbieten. Dabei ließe sich die Historie der Bahn, aber auch die Technik allen Interessierten aus erster Hand aufzeigen.
Über diesen zeitlichen Bogen hinweg, werden wir schon mitten im Sommer angekommen sein. In dieser Zeit sollen die Planungen für die Herbstausstellung und unsere Vortragsreihe “Bild und Wort” anlaufen.

Mit den letzten Sitzungen hatten wir beschlossen, unser Stipendium nur alle zwei Jahre auszuloben. Das damit verbundene Engagement wie auch die jeweils finanziellen Anforderungen lassen das für uns sinnvoll erscheinen.

Sie sehen, wir nehmen wieder Fahrt auf. Auch wenn es sehr ruhig war in der letzten Zeit, wir bleiben dran und möchten für Huglfing ein gutes Kulturangebot auf die Beine stellen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Frühlingsauftakt, auch wenn die Zeiten ernst und bitter sind. Bleiben Sie uns treu!

Mit herzlichen Grüßen und einem Danke Schön an unsere Mitglieder im Namen der ganzen Vorstandschaft

mit freundlichen Grüße,
Hans Peter Schöler,
Vorsitzender


Im Zug der Zeit
Zu Beginn der Arbeit an diesen Seiten haben wir uns entschlossen, unser Tun in den Reitern Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft darzustellen. Natürlich gibt es auch zeitunabhängige Informationen auf dieser Homepage, die in den anderen Reitern ihren Platz finden. Seit einem Jahr wird die Seite nun so betrieben. Was ist es geworden?
Die Vergangenheit wächst, sie wächst wie die Vergangenheit eines jeden. Sie scheint an Gewicht zuzunehmen. Kippen wir bald hintenüber?
Die Zukunft nimmt sich mit dem Lauf des Jahres wie eine konstante Schwingung aus. Sie kommt uns immerzu mit etwas entgegen.
Wie ist es mit der Gegenwart?
Ich stehe an einem Hang und blicke auf den dahinter liegenden Wald, der seine Herbstfarben trägt. Ein kleiner Schatten schießt durch mein Sichtfeld. Die raschen Bewegungen und seine gerade Flugbahn lassen mich unmittelbar erkennen, dass es eine Taube ist. Dass es eine Taube war. Kaum ist sie aus dem Blick, schon ist sie Vergangenheit.
Ich möchte ja nicht all zu erbaulich werden, aber so gesehen, ist die Gegenwart schmal wie ein Grashalm. Im Kladdentext eines Buches las ich, wir leben wie in einem Zugabteil. Draußen fliegt die Landschaft vorüber, aber wir haben die Vorhänge zugezogen. Wir leben entweder in der Zukunft oder in der Vergangenheit. Es wäre an der Zeit, die Vorhänge zurück zu ziehen.
In unserer Gegenwart hier auf der Homepage findet sich meist nur eine Taube, aber die Vergangenheit ist schon ein ziemlicher Taubenschlag geworden.

Hans Peter Schöler